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Digitale Werkzeuge finden sich heute an vielen Arbeitsplätzen. Fortschritte in der Digitalisierung könnten Arbeit in Zukunft weiter verändern.

Wie sind ihre Erfahrungen, und wie würden Sie neue Technologien gern verwenden?

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Demnächst online an der denkzeug-Studie teilnehmen.

Die Teilnahme dauert etwa 25 Minuten.

Denkzeug

Main Codecov test coverage

Denkzeug ist eine wissenschaftliche Studie zu subjektiven Sichtweisen auf digitale Werkzeuge. Darunter fallen etwa Computer, Smartphones, Mess- und Steuerungstechnik, Softwaresysteme aber auch zukünftige Anwendungen von künstlicher Intelligenz, maschinellem Lernen und autonome Systeme.

Diese Website enthält das Projekt als R Paket, {denkzeug}.

Die Studie ist öffentlich, und jede/r ist dazu eingeladen anonym mitzumachen. Teilnehmende sortieren Aussagen zu digitalen Werkzeugen am Arbeitsplatz hinsichtlich ihrer Erfahrungen und Wünsche.

Denkzeug basiert auf der Q Methodologie, einem Ansatz zur wissenschaftlichen Erforschung menschlicher Subjektivität. Wir verwenden dafür ein eigens entwickeltes web-basiertes Erhebungs- und Analyseinstrument. Im Vergleich zu klassischer Umfrageforschung wägen Teilnehmende eine größere Anzahl von komplexeren Aussagen gegeneinander ab und können ihre Sichtweisen somit umfassender abbilden. Aus den Rohdaten werden schließlich mittels aktueller statistischer Verfahren geteilte Muster der Subjektivität extrahiert, anonymisiert veröffentlicht und interpretiert.

Die Studie wird durchgeführt von Prof. Dr. Sabine Pfeiffer und Sandra Kawalec an der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg in Zusammenarbeit mit PD Dr. Martin Krzywdzinski und Christine Gerber am Wissenschaftszentrum zu Berlin für Sozialforschung (WZB). Die Studie ist Teil eines Forschungsprojektes zu Wearable Computing in Logistik und Fertigung, finanziert von der Hans-Böckler Stiftung.

Projekt

Denkzeug ist im Rahmen des Projektes “Wearable Computing in der Fertigung und Logistik” entstanden.

Wearable Computing (also am Körper getragene Internet-der-Dinge-Anwendungen wie z.B. Smart Watches, vernetzte Textilien oder Datenbrillen) wird zunehmend als ein Element der Arbeit 4.0 eingesetzt, seine Auswirkungen auf Arbeit sind aber bislang kaum erforscht. Wearables sind nicht sehr investitionsintensiv, so dass sich hier die Veränderungen der Arbeitswelt durch Digitalisierung möglicherweise besonders schnell zeigen und untersucht werden können. Das Wearable Computing ermöglicht dabei sehr unterschiedliche Gestaltungsoptionen im Hinblick auf Arbeit: Vernetzte Wearables können den Beschäftigten sehr flexibel und situativ und tätigkeitsbezogen Informationen zur Verfügung stellen, erfassen aber andererseits permanent Daten über die Arbeitsausführung. Sie können zur Aufwertung der Arbeit und Einbeziehung der Beschäftigten, aber auch zur Standardisierung und Kontrolle genutzt werden.

Das Forschungsprojekt fokussiert vor diesem Hintergrund zwei zentrale Fragen:

  1. Welche Gestaltungsoptionen werden bei dem Einsatz des Wearable Computing in Betrieben verfolgt?
  2. Wie wirken sich die unterschiedlichen Einsatzformen auf die Qualität der Arbeit aus?

Wir erwarten, dass die Auswirkungen der Nutzung von Wearables im Arbeits- prozess insbesondere von vier Faktoren abhängen:

  1. den Gestaltungsvorstellungen der relevanten Akteure (Lösungsanbieter/Start-ups, Planung, Betriebsrat, Mitarbeiter…),
  2. dem Einführungsprozess und insbesondere dem Umfang der Einbeziehung der Arbeitnehmervertretung,
  3. der Einbettung in die Produktionssysteme der Unternehmen
  4. sowie den lebensweltlichen Erfahrungen der Mitarbeiter mit Wearables (so nutzen gerade jüngere Beschäftigte Wearables privat und bringen sie teilweise zur Arbeit mit).

Vorgehen

Das Forschungsdesign ist explorativ angelegt und beinhaltet:

  1. Desktop Research zur Typologie, Einsatzgebieten und Verbreitung von Wearables und zu Kopplungsoptionen zu Big Data (Potenzial- und Verbreitungsanalyse);
  2. Qualitative Experteninterviews mit Technik-Entwickler/innen bei Anbietern und Start-ups für Wearables und von darauf zielenden Big Data-Anwendungen (Leitbildanalyse);
  3. Betriebsfallstudien in Unternehmen mit typischen Anwendungsfällen (Einsatz- und Gestaltungsanalyse);
  4. Quantitative Onlinebefragung von Beschäftigten, die Wearables am Arbeitsplatz nutzen (Beschäftigtenanalyse).

Förderung

Das Projekt wird gefördert von der Hans-Böckler Stiftung. Die Laufzeit ist vom 03/2017 bis 06/2020.

Kooperation

Das Projekt durchgeführt in Kooperation mit Dr. Martin Krzywdzinski am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB).